Günter Herzog

Villacher Straße 14, 90475 Nürnberg

Mail: gherzog@pfarrverband-alfimo.de

Wandern auf dem Frankenweg

Schnaittach nach Pollanten

4. Etappe Strecke 83 km in 4 Tagen

Termin 10.6. bis 13.6.2008

Vor der Ruine Gnadenberg

1. Etappe 10.6.Schnaittach / Hersbruck 11 km

2. Etappe 11.6.Hersbruck / Altdorf 23 km

3. Etappe 12.6.Altdorf / Höhenberg (Neumarkt) 26 km

4. Etappe 13.6.Höhenberg / Pollanten 23 km

Diese Etappe führte uns in die unmittelbare Umgebung unserer Heimat. Im ersten Teil besuchten wir die Feste Rothenberg, den Glatzenstein und Großer Hansgörgl. Da es die Sonne sehr gut mit uns meinte und wir erst mittags starteten war dieser erste Teil sehr schweißtreibend. Es sind hintereinander 3 Hügel zu besteigen und es geht immer wieder ins Tal hinunter. Die Landschaft ist im diese Jahreszeit ideal zum Wandern, das frische Grün prangt überall und die Kirschen werden reif, der Holunder blüht. Der Weg ist leicht zu finden und gut markiert. An unserem Ziel in Hersbruck übernachteten wir im „Schwarzen Adler“, ein angenehmer Abend in einem 500 Jahr alten Gebäude und guter Küche.

Der zweite Tag brachte uns nach Engelthal, vorbei an der steinernen Rinne auf dem Buchenberg über Klingenhof und Hegnenberg nach Altdorf. Wie jeden Tag war Wecken um 6 Uhr und Frühstück um 7 Uhr. So konnten wir an diesen sonnigen Tagen noch in der Frische des Morgens bis mittags den größten Teil der Strecke hinter uns bringen. Dieser Teil ist landschaftlich reizvoll mit vielen Buchenwäldern in saftigem Grün. Leider ist die Strecke mit Einkehrmöglichkeiten sehr spärlich bestückt. Also mussten wir unsere Verpflegung aus dem Rucksack beziehen. Erst in Hegnenberg fanden wir einen Biergarten mit Aussicht auf unser Ziel Altdorf.

Von Altdorf führte uns der Weg nach Hagenhausen, Gnadenberg, Sindlbach und über die Burgruine Wolfstein nach Höhenberg. Ein Höhepunkt war die Ruine des Brigittenklosters in Gnadenberg. Die gesamte Strecke verläuft auf der Höhe mit wenigen Auf- und Abstiegen. Meist über freie Flächen durch eine Ackerlandschaft mit Getreidefeldern führte uns der Weg. In Pilsach findet der durstige Wanderer eine Raststelle mit gutem Essen und Trinken. Der restliche Weg nach Höhenberg ließ uns ständig auf Neumarkt herunterschauen.

Über Deining-Bahnhof, Döllwang und Roßthal ging es am letzten Tag nach Pollanten. Herrliche, vom Tourismus unberührte Landschaft kann man hier genießen. Leider gibt es zwei Schwierigkeiten, die für Probleme sorgen. Zum einen gibt es zwischen Höhenberg und Hennenberg nur die Topgraphischen Karten des Bayerischen Landesvermessungsamtes und zum anderen sind die Markierungen teilweise entfernt oder das Wort „Frankenweg“ ausgekratzt.

Wegmarkierungen

Die Gegend ist auch mit Einkehrmöglichkeiten nicht gesegnet. In Döllwang fanden wir eine nette Wirtschaft mit entsprechender Wirtin (netter). Als Ziel hatten wir uns Pollanten ausgesucht, denn von hier gibt es eine Busverbindung zurück nach Neumarkt.

Auch wenn es einige Blasen an den Füssen gab, so war die Strecke auch für uns die wir alle schon zum gehobenen Mittelalter gehören gut zu bewältigen. Unsere Hotels haben wir immer so gegen 17:00 Uhr erreicht, so dass reichlich Zeit für eine genüssliche Dusche und ein wohlverdientes Abendessen blieb.